Die Geschichte der Wilhelm(y)-Orgel
in der Liebfrauenkirche Elmlohe

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Aber die 90er Jahre sind geprägt von langwierigen Verzögerungen. Zunächst gab es 1991/1992 einen Wechsel im Pfarramt. Zu dieser Zeit waren wichtige Anträge noch nicht gestellt worden (kirchenaufsichtliche Einstufung und Anträge auf Drittmittel). Schon im März 1992 kam es zu einem ersten Kontakt zwischen Pastor D. Woltmann und dem damals zuständigen, verdienstvollen Orgelrevisor Albrecht Ubbelohde aus Bülkau.

A. Ubbelohde - der leider 1997 verstorben ist - informierte dabei über den Stand der Dinge und wies in seinem folgenden Bericht auf die “überdurchschnittliche[ ] Qualität“ der Elmloher Orgel hin. In seinem Zustandsbericht vom 1. April 1992 schreibt er: "Von der Anlage, vom Material, der Grundausstattung und der klanglichen Ausstrahlung her gesehen ist die Orgel von überdurchschnittlicher Qualität. Sie läßt sich mit verhältnismäßig einfachen Mitteln und einem durchaus noch vertretbarem Kostenaufwand in ihre originale Anlage und Klanggestalt zurückführen."

Im Laufe des Jahres 1992 besucht Herr Ubbelohde dreimal die Elmloher Orgel, im Oktober 1992 gemeinsam mit U. Droszella, der nun ein abschließendes Gutachten in Aussicht stellte, das als Grundlage für die Ausschreibung der Arbeiten dienen sollte.  Leider erwies sich die Zusammenarbeit mit dem Orgelsachverständigen der Landeskirche als äußerst schwierig. Erst 1996 (!) stellte er den notwenigen Rahmenplan auf, der als Grundlage für die Einholung von Kostenangeboten von Orgelbauern dienen konnte.

Dies wurde umgehend umgesetzt. Aber sofort ergab sich eine weitere Verzögerung, da ein über Jahre vom Orgelsachverständigen zugesagtes Gutachten von ihm nie erstellt wurde. Er schied 1997 aus dem Dienst der Landeskirche aus.

Daraufhin wurde der Stader Kantor Martin Böcker federführend für die weiteren Belange der Elmloher Orgel. Nun beschleunigten sich die Schritte.

Nach eingehenden Beratungen beschließt der Kirchenvorstand auf seiner Sitzung am 18. November 1997, die Orgelbaufirma ter Haseborg mit der Restaurierung zu beauftragen.

Die Verhandlungen um die Finanzierung des Projektes mit dem Landeskirchenamt zogen sich 2 1/2 Jahre hin. Zwei wichtige Zusagen führten schließlich zur Genehmigung durch die Landeskirche. Zunächst stufte die Klosterkammer Hannover im Februar 2000 die Arbeiten als förderungswürdig ein und stellte dabei eine Zuwendung von 35.000,-- DM in Aussicht. Schließlich fasste der Kirchenkreisvorstand Wesermünde-Nord am 2. Mai 2000, den Beschluss, für die nun noch zu finanzierende Restsumme eine Ausfallgarantie zu geben.

Im Juli 2000 erfolgte daraufhin endlich die Genehmigung des Vertrages durch die Landeskirche.

Orgelbaumeister ter Haseborg hatte in seinem aktualisierten Kostenangebot 1996 die Ausführung der Restaurierungsarbeiten für die Jahre 2002 / 2003 angekündigt. Tatsächlich begannen  am 18. Februar 2002 die Ausbauarbeiten.
 

 

 

Verzögerungen

Finanzierung


Das Betriebsgebäude der Firma ter Haseboprg in Südgeorgsfehn

 

Das Kostenangebot von ter Haseborg beläuft sich auf netto 232.379,42 DM. Dies ist der Kirchengemeinde als Festpreis garantiert. Mit Steuer stehen am Schluss 269.560,13 DM zu Buche. Folgende Einzelarbeiten sind im ausführlichen Kostenvoranschlag aufgeführt: 1. Arbeiten am Gehäuse (Reinigung, Wurmbehandlung, entfernen minderwertiger Materialien usw.); 2. Windladen (= Holkästen, die die einzelnen Pfeifen mit Wind versorgen; Zerlegen, restaurieren, Beledern der Ventile usw. - eine sehr zeit- und lohnintensive Arbeit); 3. Trakturen (= die Verbindungen zwischen Tasten und Windladen; Restaurierung und Rekonstruktion, wo alte Teile fehlen); 4. Windanlage (ein neuer Balg und Motor usw.); 5. Pfeifenwerk (alte Pfeifen werden restauriert, neue Pfeifen angefertigt - ebenfalls sehr zeit- und lohnintensiv!)

Die Kirchengemeinde verfügte Ende 2002 über Spenden in Höhe von 62.376,-- Euro. Die Landeskirche hat eine Zuweisung von 55.129,60 Euro zugesagt.  Weitere 17.895,-- Euro fließen aus Mitteln der Klosterkammer nach Elmlohe.

Im März 2002 ging ein Betrag von 5.000,-- Euro durch die Volksbank (Stiftung der Volksbanken in Norddeutschland und Volksbank im Landkreis Cuxhaven) ein.

 

Umbau trotz Denkmalschutz <<<

 

 

>>> Die Restaurierung

                    © Text und Bilder : D. Woltmann (1992 - 2006 Pastor in Elmlohe)

 

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